Frau mit Einkaufstaschen

Die Entdeckung der Unendlichkeit (Universal Pictures)

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5053083019709
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Bewegendes Drama über den brillanten Physiker Stephen Hawking und die unkonventionelle Ehe mit seiner Frau Jane. Gleich der erste Blick bestätigt die Erwartungen: Die Entdeckung der Unendlichkeit ist in diesen nostalgischen Glanz gehüllt, an den man sich bei hochwertigen historischen Biopics gewöhnt hat: Um einer Person von Rang filmisch gerecht zu werden, scheint dieser unverkennbare, immer etwas zu clean erscheinende, verklärende Look zu betonen, muss alles vom Edelsten sein - Ausstattung, Kostüm, Kamera. Und doch führt James Marsh den Zuschauer damit an der Nase herum: Denn der bislang aufwändigste Spielfilm des Oscar-prämierten Dokumentaristen (Man on Wire) erzählt nur vordergründig von der Lebens- und Leidensgeschichte des legendären Physikers Stephen Hawking, von seinen wissenschaftlichen Triumphen und seiner Erkrankung an ALS in jungen Jahren, die den Körper des jungen Mannes auf grausame Weise verkrümmt und Bewegung und Sprache weitestgehend lahmlegt. Natürlich thematisiert der Film 22 Jahre nach Errol Morris Doku-Klassiker A Brief History of Time diese relevanten Dinge, doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto stärker kristallisiert sich heraus, dass es vor allem um die Ehe Hawkings mit seiner Frau Jane geht, die längst nicht so staatstragend in den Fokus gerückt wird, wie es der Film zunächst vermuten lässt. Natürlich findet er erst einmal sonnige und rosige Bilder für die romantischen Tage der jungen Liebe und die nötige dramatisch-bewegende Haltung, um zu zeigen, dass Janes aufopferungsvolle Liebe zu ihrem Mann auch dann noch unerschütterlich ist, als die Krankheit beginnt, den kompletten Tagesablauf zu diktieren. Aber Jane Hawking ist kein Heimchen, die sich ihrem Mann unterordnet, sondern auch ihre Bedürfnisse einfordert, was zu einer denkbar unkonventionellen Form von Patchwork-Familie führt. Bis die Belastung doch zu groß wird. Stark ist der Film bis zu diesem Zeitpunkt. Jetzt wird er großartig: Eddie Redmayne und Felicity Jones sind bravourös in den Hauptrollen, aber was sie in dieser einen langen, weitgehend wortlosen Streitszene liefern, in der Stephen ihr gesteht, eine neue Frau gefunden zu haben, und ein Schlussstrich unter ihre Liebe gezogen wird, ist bravourös. Dem Film ist nicht an Legendenbildung gelegen: Er schreckt auch vor Härte nicht zurück und beschreibt eindringlich das Scheitern der Ehe eines Paares, das zuvor gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen war. ts. Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag