Frau mit Einkaufstaschen

Edge of Tomorrow - Live. Die. Repeat. (Warner Brothers)

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5051890228116
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Doug Liman lässt Tom Cruise als Soldat ins Zeitloch fallen in diesem perfekt inszenierten SciFi-Actioner, der sich nicht lange mit Erklärungen aufhält, sondern seine ganze Energie in die Schlacht um die Erde steckt. Der Rookie, der erst durch die Gefahr reift und zeigen kann, welch Held in ihm steckt, scheint seit jeher eine der Lieblingsfiguren des amerikanischen Kinos zu sein. So ist auch Bill Cage nur dem Rang nach Colonel und hat das Schlachtfeld höchstens von der Ferne gesehen. In nicht allzu ferner Zukunft wirbt er für neue Rekruten, die in den Krieg gegen Außerirdische ziehen sollen, die es auf unseren Heimatplaneten abgesehen haben. Doch plötzlich sieht sich auch der völlig unerfahrene Colonel in eine Einheit strafversetzt, die von England aus an der alles entscheidenden Invasion in Frankreich mitmachen muss. Warum sein Vorgesetzter ihn zwanghaft ins Gefecht schicken will, ist dabei nur schwer nachzuvollziehen. Doch mit großen Erklärungen hält sich das Drehbuch nicht auf. Auch als über den Grund der Alieninvasion gerätselt wird, beendet Superstar Tom Cruise alias Cage die Unterhaltung mit einem lapidaren It doesnt matter. Wichtig ist, dass sie da sind und dass die Schlacht möglichst schnell beginnt. Regisseur Doug Liman setzt auch bei den Actionszenen vor allem auf Überwältigung. Schnell verlieren nicht nur die Soldaten bei der Landung am französischen Strand, die gar nicht erst versucht ihr Vorbild - die Invasion der Normandie in Der Soldat James Ryan - zu verschleiern, den Überblick, sondern auch der Zuschauer. Dafür hat dieser nun immer wieder Zeit, sich in die sandige Schlacht einzuleben. Denn als Cage früh fällt, steht ihm kein militärisches Begräbnis bevor, sondern erneut die letzten 24 Stunden. In einem Zeitloch gefangen muss er immer wieder diesen einen Tag erleben, wobei er nicht nur seine Fähigkeiten als Soldat verfeinert, sondern auch dem Geheimnis seiner stetigen Wiedergeburt auf die Schliche kommt und damit dem wunden Punkt der außerirdischen Streitmacht. Hilfe erfährt er lediglich von Rita (Emily Blunt), die sich als einzige in Cages Lage versetzen kann. Sich über den Militarismus und die Haltung des Films zur Armee als Helden gebärende Schule des Lebens auszulassen, wäre müßig. Letztlich dient die unsterbliche Wiederkehr Cages als bloßer Kniff, der das Getöse auf der Leinwand am Leben erhält, wodurch der Titel der Comic-Vorlage, All You Need Is Kill, noch besser gepasst hätte. Die Kämpfe sind allerdings so spektakulär inszeniert, dass sie einen nicht viel Zeit zum Hinterfragen lassen. Die Kriegsmaschinerie fällt gigantisch aus und dennoch wirken die Soldaten wie schlichtes Kanonenfutter. Die wunderbar ekligen Aliens tauchen unvermittelt aus dem Nichts auf und arbeiten sich wie eine Kettensäge durch die feindlichen Reihen. Gleichzeitig weiß Liman dem wiederholten Ableben seiner Hauptfigur in bester Und täglich grüßt das Murmeltier-Manier schwarz-humorige Momente abzugewinnen, gleichwohl der Film nicht so viel Spaß macht wie Limans Mr. & Mrs. Smith. Düster laut und teils brutal fällt sein SciFi-Schlachtenepos aus, das Erinnerungen an Aliens und Starship Troopers weckt. Cruise hat sichtlich Spaß beim allmählichen Hineinwachsen in den Kampfanzug, und auch Blunt überzeugt als Kampfamazone mit Manga-Schwert. Die beiden Hollywood-Größen schaffen es als Identifikationsfiguren das Publikum durch die Effekte-Gigantomanie zu führen, doch bei aller angedeuteten Zwischenmenschlichkeit lässt Edge of Tomorrow nie Zweifel aufkommen, was er wirklich sein möchte: Perfekt inszeniertes Sommer-Actionkino. mahe. Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag